Übergang Schule-Beruf: Belastungen und Ressourcen

Ein Referat von Dr. Barbara Stalder am OKB-Symposium 2012

«Schule-Lehre-Erwerbstätigkeit» – Was einfach schien, ist für viele Jugendliche zu einem Hürdenlauf geworden. Lineare Ausbildungsbiografien im Übergang von der Schule in den Beruf werden seltener. Rund 30 Prozent der Jugendlichen finden den Einstieg in die berufliche Grundbildung nur über ein Brückenangebot. Ebenso viele durchlaufen die Berufsausbildung nicht gradlinig bis zum Abschluss, sondern wechseln den Lehrberuf oder den Lehrbetrieb, brechen die Lehre ab oder scheitern im Qualifizierungsverfahren. Jeder zehnte Lehrabgehende muss damit rechnen, nach dem Abschluss keine Stelle zu finden.
Übergänge von der Schule in den Beruf sind heute offener und durchlässiger, gleichzeitig aber auch unsicherer geworden. Wenig scheint vorgespurt, vieles möglich zu sein. Umso grösser wird der Druck auf die Jugendlichen, ihre Ausbildungslaufbahn aktiv zu planen, selbstverantwortlich zu entscheiden und ihr Ausbildungsvorhaben gezielt umzusetzen. Schon früh muss ein Lehrberuf gewählt, eine Lehrstelle gesucht und gefunden werden. Während der Lehre sind Leistungsbereitschaft, Anpassungs- und Durchhaltewille gefordert. Nicht immer gelingt es, Anforderungen der schulischen und betrieblichen Ausbildung unter einen Hut und mit anderen Interessen in Einklang zu bringen. Sind die Jugendlichen dem Druck durch die Arbeitswelt und den Erwartungen von Eltern und Kolleg/-innen noch gewachsen? Auf welche Ressourcen können sie zurückgreifen, um mit Übergangsrisiken erfolgreich umzugehen?

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