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«Wandel verlangt neue Fähigkeiten»

Valérie Schelker, lic.rer.pol., ist Leiterin Personal und Mitglied der Konzernleitung der Schweizerischen Post AG. Zuvor war sie während mehreren Jahren bei der PostFinance AG in verschiedenen Funktionen tätig, zuletzt als Leiterin Arbeitswelt und Mitglied der Geschäftsleitung der PostFinance AG.

Die Post will die physische und die digitale Welt optimal miteinander verbinden und den Kunden einfache Lösungen aus einer Hand bieten. Dafür verfolgt sie ein Wachstums- und Entwicklungsprogramm mit verschiedenen Schwerpunkten wie zum Beispiel E-Commerce, Digital Banking, Cross-Channel-Communication, Mobilitätslösungen oder «Digital Trust» mit innovativen Angeboten wie E-Health oder E-Voting.

Welche Auswirkungen hat dieser Transformationsprozess auf die Anforderungen an die Fähigkeiten der Mitarbeitenden und den Rekrutierungsprozess? Und wie kann ein Unternehmen den «Skill Change» begleiten und unterstützen?

Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt grundlegend: Flexible Arbeitszeiten und -orte, ein verändertes Rollenverständnis des Vorgesetzten als Coach, bereichsübergreifende Zusammenarbeit, flache Hierarchien und digitale Kommunikationsformen sind Stichworte dazu. Gleichzeitig verändern sich die Erwartungen der Mitarbeitenden an ihren Job und die Arbeitgeberin: Die Nachfrage nach Teilzeitarbeit, Job-Sharing und agilen Arbeitsformen nimmt zu. Human Resources begleitet diesen Wandel mit neuen Modellen in der Personal- und Führungsentwicklung – auch in der Ausbildung von Lernenden.

 

 

«Heiterer Ernst im rasanten Wandel»

Mark Riklin, geboren 1965 in St. Gallen, lebt im Sambucoland von Speicher. Vater von zwei kleinen Mädchen (7 und 9 Jahre alt). Freiberufliche Tätigkeit als Depeschenkurier, Hofnarr und Öffentlichkeitshersteller. Leiter der «Meldestelle für Glücksmomente» und der Schweizer Landesvertretung des «Verein zur Verzögerung der Zeit». Lehrbeauftragter an verschiedenen Fachhochschulen im In- und Ausland. Geschichtenkurier im SBW Haus des Lernens. M.A. in Sozialwissenschaften an der Uni Konstanz in Psychologie, Soziologie, Politologie; Pädagogische Hochschule St.Gallen.

Kontrapunkt: Doppelt so langsam? – Auswege aus der Beschleunigungsfalle

„Haben Sie heute schon Nichts gemacht?“ Nicht nur Berufsbildungs-Profis sondern unsere Gesellschaft als Ganzes ist einem rasanten Wandel unterworfen, der uns als Individuen und als Gesellschaft an die Grenzen bringt. Immer wieder spulen wir im Hamsterrad und rennen mit Scheuklappen durchs eigene Leben, als ob es darum gehen würde, möglichst schnell damit fertig zu sein, ganz nach dem Motto „Wer früher stirbt, ist länger tot“. Wie dieses Wettrennen gegen die Zeit gewinnen; wie der Beschleunigungs- und Effizienzfalle entfliehen; und wie Zeit für das Wesentliche in unserem Leben gewinnen? Ein Plädoyer für Verdauungsphasen, unbewirtschaftete Leerstellen und Not-to-do-Listen.
 

 

«Bereiten wir auf die richtigen Berufe vor? – Be-rufsbildung Schweiz im Zeitalter der digitalen Transformation»

Prof. Dr. Ursula Renold, seit 2013 Leiterin Forschungsbereich Bildungssysteme, KOF Konjunkturforschungsstelle, ETH Zürich sowie Präsidentin des Fachhochschulrates der FHNW; Sie ist seit 2010 Honorarprofessorin an der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit, Mannheim.

Ursula Renold war von 2005-2012 Direktorin des Bundesamts für Berufsbildung und Technologie (BBT), von 2001-2005 Stellv. Direktorin des BBT sowie Leiterin des Leistungsbereichs Berufsbildung. Zudem leitete sie von 2000-2005 Direktorin des Schweizer Instituts für Berufspädagogik mit den Standorten Zollikofen, Lugano und Lausanne.

Das Referat erläutert die Grundzüge des Schweizer Berufsbildungssystem und zeigt ausgewählte Outcome-Effekte auf. Frau Renold geht Fragen auf den Grund wie beispielweise: «Wie begegnet man dem Problem, dass Berufsbildungsreformen von den Ergebnissen einer Arbeitsmarkt-Umfrage bis zum Abschluss der ersten Kohorte von Berufslernenden rund 10 Jahre dauern?» oder «Wo sind die Frühindikatoren zum digitalen Wandel erkennbar, so dass sie rechtzeitig in die Berufsreformen einfliessen können?» Im Weiteren werden wichtige Trends auf dem Arbeitsmarkt beleuchtet, welche die Zukunft der Bildungsprozesse prägen werden. Anhand von Forschungsresultaten zur Wirksamkeit von Berufsbildungssystemen wird aufgezeigt, wie die Schweiz den Megatrends auf dem Arbeitsmarkt begegnen kann, um auch in Zukunft die richtigen Berufe vorzubereiten.
 

 

Forum «World Café» zum Thema «Wir Berufsbildungsprofis im rasanten Wandel»

Der Referent Daniel Niklaus (Inhaber Netlive IT AG) und die Referentinnen Valérie Schelker (Personalchefin Post CH AG) und Prof. Dr. Ursula Renold (Leiterin Forschungsbereich Bildungssysteme, KOF Konjunkturforschungsstelle, ETH Zürich) werden am World Café teilnehmen und sich einbringen.

Daniel Niklaus
Inhaber Netlive IT AG
Valérie Schelker
Personalchefin Post CH AG
Prof. Dr. Ursula Renold
Leiterin Forschungsbereich Bildungssysteme,
KOF Konjunkturforschungsstelle, ETH Zürich

Mit der Methodik des World Cafés, in welchem Sie sich als Teilnehmende an Tischen zur Diskussion zusammenfinden, wird ein reger Austausch ermöglicht.

In ungezwungener Atmosphäre führen Sie spannende Gespräche mit Kolleginen und Kollegen aus Betrieben, Schulen und Ämtern zum Thema «Wir Berufsbildungsprofis im rasanten Wandel».

  • Wie erlebe ich den rasanten Wandel?
  • Wo erkenne ich Chancen?
  • Wovor habe ich Respekt?
  • Welche Zukunftsszenarien sehe ich?

D. Niklaus, V. Schelker und Prof. Dr. U. Renold werden am World Café teilnehmen und sich einbringen. So bekommen Sie die Gelegenheit, sich auf einer individuelleren Ebene mit den Standpunkten und Meinungen der Referentinnen und des Referenten auseinanderzusetzen.
 

 

«Rasanter Wandel als Faktor systemischer Konfusion»

Prof. Dr. Helmut Willke lehrt seit 1983 Soziologie an der Universität Bielefeld; seit 2002 Professur für Staatstheorie und Global Governance. Seit 2008 Professur für Global Governance an der Zeppelin Universität, Friedrichshafen. Gastprofessuren in Washington D.C., Genf und Wien.

1994 Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Forschungsschwerpunkte sind Systemtheorie, Staatstheorie, globale Steuerungsregime, globale Netzwerke und Wissensmanagement. Autor des Grundlagenwerks zum systemischen Wissensmanagement.

Wandel ist das einzig Stabile und Verlässliche. Insofern sind Menschen und soziale Systeme längst und gut auf Wandel eingestellt. Dies gilt allerdings nur für kontinuierlichen und schrittweisen Wandel, nicht für disruptive Veränderungen und fundamentale Transformationen. Zwei Faktoren sprechen dafür, dass wir es gegenwärtig – und auf längere Zeit – mit disruptivem Wandeln zu tun haben: (1) eine sich vertiefende kontroverse Globalisierung und (2) der Übergang von der Industriegesellschaft in die Wissensgesellschaft, welche durch Digitalisierung, globale Vernetzung, künstliche Intelligenz und Roboterisierung gekennzeichnet ist.

Der Vortrag behandelt die Frage, wie sich Menschen und soziale Systeme auf diesen disruptiven Wandel einstellen. Auf den drei Ebenen (Person, Organisation und Funktionssysteme) werden Aspekte der Herausforderung und möglicher Copingstrategien behandelt. Am Ende werden einige Folgerungen aus den vorgetragenen Argumenten für die Notwendigkeit politisch/institutioneller Lernprozesse und für die Berufsbildung gezogen.
 

 

«Akkordeon-Musik im rasanten Wandel»

Goran Kovacevic, geboren 1971 in Schaffhausen. Erster Unterricht bei Mutter Mara im Alter von 6 Jahren. Studien am Konservatorium Winterthur und an der Staatlichen Hochschule für Musik in Trossingen (D) bei Prof. Hugo Noth. Meisterkurse  in Salzburg, Florenz, Moskau, Weimar und Toronto ergänzten seine künstlerische Ausbildung.

Goran Kovacevic ist Preisträger mehrerer internationaler Wettbewerbe wie Coupe Mondiale, Int. Akkordeonwettbewerb Klingenthal, Mozarteum Salzburg, DAAD Preis Bonn, Junge Ohren Preis Berlin etc.

Er ist Fachexperte für Akkordeon an den Hochschulen Luzern und Bern. Regelmässige Jurorentätigkeit beim Coupe Suisse de l’Accordeon, Prima la musica in Oesterreich . Seit 1999 Professor für Akkordeon und Kammermusik am Landeskonservatorium in Feldkirch (A).

Goran Kovacevic ist Solist und Kammermusiker in verschiedenen Besetzungen, er gibt er Konzerte im In-und Ausland. Konzerttourneen in Europa, Amerika und Asien. Auftragskompositionen für Streichquintett, Brass, Chor, Sinfonieorchester, Theatermusik. Bis dato 46 veröffentlichte CD’s mit Werken aus der Klassik, Moderne, Virtuosen U-Musik, Folklore, Jazz und Tango-Nuevo.

„Ist das Akkordeon ein Lebewesen?  Vielleicht … es brummt und winselt, es atmet, es singt sich die Seele aus dem Leib – vorausgesetzt, man versteht es zu spielen wie Goran Kovacevic, es gleichsam zu umarmen, ihm die ganze Bandbreite an Emotionen zu entlocken, die dieses einzigartige Instrument hervorzurufen vermag.“

„Goran Kovacevic beeindruckt durch die absolute Hingabe und Fähigkeit sein Instrument zu beschwören wie ein Schlangenbeschwörer, es zu wiegen wie ein Kind, oder es an sein Herz zu drücken wie eine Geliebte…“
 

 

«Wenn sich alles wandelt, brauchen Zukunftsun-ternehmen und Berufsleute einen kühlen Kopf»

Daniel Niklaus, Inhaber Netlive IT AG, gehört zu den Schweizer Pionieren des Internets und durfte tatkräftig beim digitalen Wandel mithelfen. Mit Grosskunden wie dem Schweizer Fernsehen, UBS, CS, Nestlé sowie relevanten lokalen Unternehmen setzte die Netlive IT AG seit 1993 innovative Projekte um.

Heute setzt Daniel Niklaus mit seinem Unternehmen auf das Thema künstliche Intelligenz, weil diese Veränderung noch gewaltiger sein wird als alles, was wir die letzten 25 Jahre erlebten.

Aus der Praxis für die Praxis. Dieses Referat zeigt auf, warum sich die Welt für Unternehmen in den nächsten Jahren nochmals drastisch verändert und wie Berufsleute mithalten können. Dabei ist es nicht ein einzelner Trend, der auf die Unternehmen wirkt, es sind verschiedene Megatrends, die zusammenkommen und völlig neue Formen der Zusammenarbeit und Arbeitsverteilung erlauben.

Die fortschreitende Internationalisierung, die dank der Digitalisierung vereinfachten Arbeitsprozesse, eine Flut von Bildungsmöglichkeiten und der Einsatz von künstlicher Intelligenz stellen ganze Branchen auf den Kopf und ergeben ungeahnte Möglichkeiten. Daniel Niklaus berichtet von konkreten Projekten aus seinem Softwareunternehmen. Er zieht einen Vergleich zu den USA, wo er mit einem lokalen Geschäftspartner seit 5 Jahren ein Surf Camp betreibt. Und da er selbst Berufsschüler war, versucht er aufzuzeigen, wie wertvoll das Schweizer Berufsbildungssystem für die Zukunft ist.
 

 

Moderation «Berufsbildungsprofis im rasanten Wandel»

Maximilian Koch
Dr. phil. Politikwissenschaften, MA in Public Management and Governance
Pädagogische Hochschule St. Gallen

Er kennt die Berufsbildung mit all ihren Facetten. Wir freuen uns, dass Maximilian Koch auch in diesem Jahr das Symposium moderiert. Als allgemeinbildender Berufsfachschullehrer, als Mitautor und regionaler Verantwortlicher für die Umsetzung des Rahmenlehrplans ABU sowie als Studiengangsleiter und Dozent für allgemeinbildende Lehrpersonen an der PHSG engagiert er sich vielseitig und kompetent. Er beteiligte sich als Gemeindepräsident von Wolfhalden und Kantonsrat aktiv am politischen Geschehen. Als Partner von ecopol ag verfügt er auch über einen guten Draht zur Wirtschaft. Maximilian Koch promovierte in Politikwissenschaften an der LMU in München.
 

 

«Profis im Café»

Berufsbildungsprofis – miteinander/nebeneinander/gegeneinander?

Gesprächsrunden in verschiedenen Berufsfeldern

In ungezwungener Atmosphäre haben Sie die Möglichkeit, sich mit Ihren Kolleginnen und Kollegen aus dem Berufsfeld über Ihre Erfahrungen zum Thema Lernortkooperation auszutauschen. Wie erlebe ich die Kooperation innerhalb meines Lernorts und die Kooperation zwischen den Lernorten Betrieb, ÜK und Berufsfachschule? Was läuft gut, was weniger?

Wann ist Kooperation überhaupt wichtig und nützlich für mich? Ergänzt wird der Austausch innerhalb der Berufsfelder mit der Möglichkeit, «einen Blick über den Tellerrand zu werfen» und mit Profis anderer Berufsfelder zu diskutieren.

Mit der Methodik des World Cafés, in welchem sich die Teilnehmenden in verschiedenen Konstellationen an Tischen zur Diskussion zusammenfinden, wird ein reger Austausch und ein «Voneinander-Lernen» stattfinden.

Leitung, Michèle Collenberg, IWP-HSG

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OKB Symposium 2013: Unterlagen und Impressionen

Ein aktuelles Thema präsentierte das vierte Symposium des Ostschweizer Kompetenzzentrums für Berufsbildung kurz OKB genannt. Hinter dieser Abkürzung steht eine Kooperation zwischen der Pädagogischen Hochschule St. Gallen (PHSG), dem Zentrum für berufliche Weiterbildung (ZbW) sowie dem Institut für Wirtschaftspädagogik der Universität St.Gallen (IWP-HSG). Mit «Jugend von heute – und ihre Medien» wurde ein Thema von grossem Interesse aufgegriffen. In verschiedenen Referaten und Foren wurden am Freitag, 29. November 2013 in der St. Galler Olma-Halle unterschiedliche Aspekte beleuchtet. Für 430 Teilnehmende war die Tagung eine Gelegenheit, sich weiterzubilden, Neues zu erfahren, neue Begriffe mit Inhalt zu füllen und sich auszutauschen.

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