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Inputforum zum Thema «Flexibilisierung der Berufslehren»

Martin Frieden, Eidg. dipl. Berufsfachschullehrer fachlicher Richtung, Abteilungsleiter «Informations- und Energietechnik IET» an der Gewerblich-Industriellen Berufsschule Bern gibb und aktuell Projektleiter «Flexible Berufslehre». Lehre als FEAM, Studium Elektrotechnik an der Ingenieurschule Burgdorf, Nachdiplomstudium Software-Engineering, SWS, Spezialisierung UNIX und Führungsausbildungen an der Uni St.Gallen und der Berner FH. Praxiserfahrungen in Betrieben wie Tricom Telecommunication, ascom Tech AG und ascom Transmission AG.

In Bern wird aktiv an der zukünftigen Informatikausbildung als Konkretisierung der Berufsbildungsstrategie 2030 gearbeitet – sie soll flexibler ausgestaltet werden. Die Digitalisierung der Wirtschaft erfordert auch neue Modelle der Stoffvermittlung, davon sind die Initianten überzeugt. In einem ersten Schritt wird die Flexibilität des Modulsystems der Informatikausbildung den individuellen Bedürfnissen der betrieblichen Bildung orientiert. Die jungen Berufsleute lernen zu Beginn das, was sie im Betrieb dringend brauchen. In einem zweiten Schritt soll die Informatikausbildung mit einer Individualisierung des Unterrichts und einem zunehmenden Anteil an selbst-organisiertem Lernen bedarfsgerechter gestaltet werden. Dass Berufsschüler zunehmend ausserhalb der Schule lernen sollen, wird in der Arbeitswelt unterschiedlich bewertet und kommentiert. Das Pilotprojekt in Bern steht unter kritischer Beobachtung, insbesondere was die Lehrabbrüche und die Erfolgsquote bei den Lehrabschlüssen anbelangt.