Remote-Labor

Mit der Einrichtung von Remote-Arbeitsplätzen soll die praxisnahe Vermittlung von Wissen über die Automatisierungstechnologie optimiert werden. Strebt man eine Handlungskompetenz an, ist die praxisnahe Umsetzung das A und O. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Studierenden Laborarbeitsplätze zur Verfügung stehen, damit sie fachspezifisches Know-how erwerben können. Deren Bedienung erfolgt in der Regel durch komplexe Software. Da es sich meistens um reelle industrielle Beispiele handelt, steckt viel Geld in diesen Arbeitsplätzen. Nebst den hohen Kosten kommen erschwerend die eingeschränkten Laboröffnungszeiten dazu. Remote-Arbeitsplätze sollen diesen Umständen nun Abhilfe schaffen.
Das Zauberwort heisst Remote-Labor:

  • 24 Stunden ortsunabhängig online arbeiten – Arbeiten am gewohnten Arbeitsplatz unabhängig von Ort und Zeit.
  • Selbständiges Arbeiten von Zuhause aus – auf den Laptop, nur mit Internetzugang.
  • Die Nutzung der Remote-Arbeitsplätze ermöglicht eine höhere Ausbildungsqualität durch eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Praxissituation.
  • Remote-Labors können von verschiedenen Institutionen gemeinsam genutzt werden.

Daniel Sigron (Vize-Direktor Höhere Fachschule für Technik Mittelland) leitet den Workshop 5 an der diesjährigen Fachtagung Höhere Berufsbildung.

Kompetenz- und Handlungsorientierung am Beispiel des Auslandseminars

Das Auslandseminar der Höheren Fachschule für Tourismus Graubünden (HFT-GR) wird im Rahmen der Vertiefungsrichtung Produktmanagement von den Studierenden als 8-tägige Fachreise entwickelt und durchgeführt. Handlungs- und Kompetenzorientierung wird damit in den Bereichen Einkauf und Produktentwicklung, Touroperating, Marketing, Reiserecht, Tourismusgeographie und Reiseleitung gezielt in den Mittelpunkt gestellt. Neben dem Touristischen finden Fachgespräche mit Experten vor Ort statt. Bei den studentischen Teilnehmenden wird über die Bearbeitung eines touristischen Fallbeispiels der besuchten Destination spezifisch die Problemlösekompetenz handlungsorientiert erweitert. Im Workshop wird diese einmalige Lehr-Lernumgebung aus berufsfeld-didaktischer Perspektive gemeinsam analysiert.

Dr. Felix Keller (Dozent Höhere Fachschule für Tourismus Graubünden, Co-Leiter Europäisches Tourismus Institut an der Academia Engiadina in Samedan, Projektleiter an der Pädagogischen Hochschule Graubünden und Fachdidaktiker ETH Zürich) leitet den Workshop 6 an der diesjährigen Fachtagung Höhere Berufsbildung.

Umsetzung kompetenz- und handlungsorientierter Curricula

In der pädagogischen Fachdiskussion gewinnt man gelegentlich den Eindruck, dass nicht die Bildung von Menschen, sondern die Bildung neuer Begriffe im Vordergrund steht. Kompetenz-, Handlungs-, Transfer-, Erfahrungsorientierung etc. sind nur einige Beispiele von Wortschöpfungen, die in den vergangenen Jahren in der Pädagogik Karriere gemacht haben.
In dem Referat von Prof. Dr. Dieter Euler werden diese Begriffe aufgenommen und im Blickkontakt zur Praxis vorgestellt.

  • Was bedeuten die Konzepte für die Praxis von Unterricht und Unterweisung?
  • Was ist anders als früher, was wird nur anders formuliert?
  • Welche guten Beispiele und Ansätze gibt es, wo besteht weiterer Entwicklungsbedarf?
  • Wo liegen die Herausforderungen für die Umsetzung?
  • Wo lohnen sich die Anstrengungen für die Entwicklung von Innovationen?

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Transferorientiertes Qualifikationsverfahren

Der Rahmenlehrplan Betriebswirtschaft schreibt vor, dass zwei Drittel der promotionsrelevanten Leistungen Handlungskompetenzen überprüfen und dass pro Jahr mindestens eine Prüfungsleistung in einem praktischen Kontext erfolgt. In diesem Workshop stellt Rolf Stampfli das Qualifikationsverfahren der HFW Baselland vor und berichtet anhand von Rückmeldungen von Teilnehmenden und Lehrbeauftragten über positive Erfahrungen und Schwierigkeiten bei der Umsetzung.

Rolf Stampfli (Leiter Weiterbildung Bildungszentrum kvBL) leitet den Workshop 7 an der diesjährigen Fachtagung Höhere Berufsbildung.

Problem-based Learning – Umsetzung des Siebensprungs

Das Problembasierte Lernen (PBL) ist eine Methode, bei der von einem konkreten Problem ausgegangen wird. Dieses dient als Stimulus um herauszufinden, welche Informationen zur Problemlösung benötigt werden. Dabei wird zu selbstbestimmtem, entdeckendem und handlungsorientiertem Lernen angeleitet. Das PBL hilft, die Kluft zwischen Wissen und Handeln zu überbrücken. Am BZGS wird das Problembasierte Curriculum seit fast zehn Jahren umgesetzt. Im Workshop wird einerseits die Siebensprung-Methode aufgezeigt und andererseits über Erfahrungen aus der gelebten Praxis berichtet.

Yvonne Steiner (Berufsfachschullehrerin Höhere Fachschule Pflege, Berufs- und Weiterbildungszentrum für Gesundheits- und Sozialberufe St. Gallen, BZGS) leitet den Workshop 8 an der diesjährigen Fachtagung Höhere Berufsbildung.

Unterlagen und Impressionen zum OKB-Symposium 2012 online

Welche Herausforderungen stellt die Zeit des Erwachsenwerdens an Jugendliche? Diese und andere Fragen wurden am dritten Symposium Berufsbildung-Ost von vergangenem Freitag diskutiert. Gegen 400 Personen, mehr als doppelt so viele wie in den Vorjahren, besuchten den Anlass. An der Podiumsdiskussion gegen Ende der Veranstaltung diskutierten unter anderem der Buchautor Remo H. Largo und die Ständerätin Karin Keller-Sutter über die Berufsbildung.

Die Unterlagen und Impressionen vom Symposium 2012 finden Sie hier.

Wir danken allen Teilnehmenden und den Beteiligten für die gute Zusammenarbeit.

Übergang Schule-Beruf: Belastungen und Ressourcen

Ein Referat von Dr. Barbara Stalder am OKB-Symposium 2012

«Schule-Lehre-Erwerbstätigkeit» – Was einfach schien, ist für viele Jugendliche zu einem Hürdenlauf geworden. Lineare Ausbildungsbiografien im Übergang von der Schule in den Beruf werden seltener. Rund 30 Prozent der Jugendlichen finden den Einstieg in die berufliche Grundbildung nur über ein Brückenangebot. Ebenso viele durchlaufen die Berufsausbildung nicht gradlinig bis zum Abschluss, sondern wechseln den Lehrberuf oder den Lehrbetrieb, brechen die Lehre ab oder scheitern im Qualifizierungsverfahren. Jeder zehnte Lehrabgehende muss damit rechnen, nach dem Abschluss keine Stelle zu finden.
Übergänge von der Schule in den Beruf sind heute offener und durchlässiger, gleichzeitig aber auch unsicherer geworden. Wenig scheint vorgespurt, vieles möglich zu sein. Umso grösser wird der Druck auf die Jugendlichen, ihre Ausbildungslaufbahn aktiv zu planen, selbstverantwortlich zu entscheiden und ihr Ausbildungsvorhaben gezielt umzusetzen. Schon früh muss ein Lehrberuf gewählt, eine Lehrstelle gesucht und gefunden werden. Während der Lehre sind Leistungsbereitschaft, Anpassungs- und Durchhaltewille gefordert. Nicht immer gelingt es, Anforderungen der schulischen und betrieblichen Ausbildung unter einen Hut und mit anderen Interessen in Einklang zu bringen. Sind die Jugendlichen dem Druck durch die Arbeitswelt und den Erwartungen von Eltern und Kolleg/-innen noch gewachsen? Auf welche Ressourcen können sie zurückgreifen, um mit Übergangsrisiken erfolgreich umzugehen?

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Was motiviert Jugendliche, sich in ihrer Freizeit in „Drucksituationen“ zu begeben um ein Projekt erfolgreich zu verwirklichen?

Ein Forum am OKB-Symposium 2012 unter der Leitung von Dominique Bauer Sprüngli

Infoklick.ch, Kinder- und Jugendförderung Schweiz ist die direkte, unkomplizierte und kompetente Antwort auf Fragen von Kindern und Jugendlichen, die etwas bewegen möchten und für die Verwirklichung ihrer Ideen Unterstützung brauchen. Der gemeinnützige Verein bietet leicht verständliche Informationen und konkrete Hilfestellungen für verschiedene Lebensbereiche von Kindern, Jugendlichen und deren Bezugspersonen.

Im Forum werden wir gemeinsam der Frage nachgehen, was Jugendliche motiviert, sich in ihrer Freizeit in Drucksituationen zu begeben um Projekte erfolgreich zu verwirklichen. Infoklick Ostschweiz wird anhand von Projektbeispielen aufzeigen, wie Jugendliche in ihren Vorhaben unterstützt werden und was die massgebenden Einflussfaktoren sind.

Als Teilnehmende des Forums erhalten Sie die Chance, sich mit Jugendlichen auszutauschen, welche
erfolgreich Projekte realisiert haben. Sie stehen Ihnen gerne Red und Antwort.

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Einblick in die Beratungspraxis des Sozialdienstes KSD

Ein Forum am OKB-Symposium 2012 unter der Leitung von Nicole Bauer, Clemens Allenspach

An den Berufsfachschulen des Kantons St. Gallen bietet der Sozialdienst KSD Lernenden und deren Bezugspersonen professionelle Beratung oder Begleitung in schwierigen Situationen an. Trägerschaft sind der Kanton St.Gallen (60%) und die beiden Landeskirchen (je 20%). Das Team des Sozialdienstes am Gewerblichen Berufs- und Weiterbildungszentrum St. Gallen (GBS) ist seit rund sieben Jahren am Puls der Lernenden mit ihren vielfältigen Problemstellungen im Kontext der dualen Berufsbildung.
Jährlich nehmen mehr als 250 Lernende und deren Bezugspersonen das Beratungsangebot in Anspruch. Die Anmeldungen erfolgen durch die Lernenden selbst, deren Lehrpersonen, Berufsbildnerinnen und
Berufsbildner oder Eltern.
Im Forum lernen Sie den Sozialdienst KSD des Gewerblichen Berufs- und Weiterbildungszentrums
St. Gallen kennen und erhalten einen Einblick in die konkrete Beratungspraxis mit folgenden Inhalten: Überblick über die häufigsten Beratungsthemen; Erkennen der Problemstellungen; Erarbeiten von Lösungen; Zusammenarbeit mit Berufsbildnerinnen, Berufsbildnern, Lehrpersonen und Eltern; Vernetzung mit anderen Fachstellen, Ärztinnen und Ärzten.
In der anschliessenden Diskussion laden wir Sie ein, Fragen zu stellen und sich gegenseitig auszutauschen.

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Ostschweizer Kompetenzzentrum für Berufsbildung