Freizeitarbeiten von appenzellischen Lernenden und ihre Motivation

Eine Perle am OKB-Symposium 2012 unter der Leitung von Andreas Welz

In den beiden Kantonen Appenzell Ausser- und Innerroden findet seit über 100 Jahren jährlich eine Freizeitarbeitenausstellung für Lernende statt. Diese Ausstellung wird abwechselnd in einer Gemeinde bzw. Bezirk durchgeführt. Es beteiligen sich um die 200 Lernende aus gegen 40 Berufen. Sie findet grossen Anklang in der Bevölkerung und wird von 5000 Besuchern an einem Wochenende besucht. Das Echo in der Presse ist gross. Nicht umsonst geniesst die Berufsbildung in den beiden Halbkantonen einen guten Ruf.
Die Ausstellung wird von vielen Familien besucht, bei denen die Berufswahl Thema ist. Die Arbeiten können auch aus dem Bereich eines Hobbys sein. Die meisten Arbeiten entstehen aus der beruflichen Tätigkeit und bilden daher einen guten Einblick in das Schaffen des zu erlernenden Berufes. Zusätzlich zur Tätigkeit im Berufsalltag sind auch die Ideenfindung und das Design gefragt. Viele Lernende werden von ihren Lehrbetrieben motiviert und unterstützt.
Was ist die Motivation für das zusätzliche Engagement in der Freizeit für den zu erlernenden Beruf? Viele Gründe können eine Rolle spielen: praktischer Gebrauch eines zu produzierenden Gegenstandes, Motivation von Arbeits- Lehrlingskollegen, Vorbereitung auf Abschlussprüfung, präsent sein vor grossem Publikum, Stellenwert der Ausstellung in der Öffentlichkeit oder auch eine Möglichkeit die Arbeit von der Vorbereitung bis zum Endprodukt selber auszuführen und es auch selber nutzen zu können.
Beim Besuch der Ausstellung ist eine grosse Motivation der jungen Berufsleute zu spüren. Dies zeigt sich an der freiwilligen Präsenz, wie sie ihren Freunden und Verwandten die Arbeiten mit Stolz erklären.

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