Fallstudien in der Wirtschaftsinformatik

Im Gegensatz zur Erarbeitung und Reproduktion von Problemlösungen, Ursachenanalysen, Handlungsstrategien mittels Texten ermöglichen Fallstudien durch die situative Einbettung eines Problems Identifikation und Anreiz zur Problemlösung. Die Studierenden analysieren, sensibilisiert durch ein Problem oder einen konflikthaften Fall, die Entscheidungssituation, Lösungsalternativen und Auswirkungen. Sie wägen nach begründeten Entscheidungskriterien verschiedene Möglichkeiten ab, um eine geeignete problemlösende Entscheidung zu treffen. Das Lernsetting kann durch Kooperationen mit den anvisierten Wirtschaftszweigen noch realistischer gestaltet werden. Der direkte Kontakt mit Unternehmen bewirkt eine erhöhte Identifikation mit der Problemstellung unter weitgehend realen Bedingungen. Dieser Workshop zeigt die Chancen und Möglichkeiten, aber auch die Grenzen solcher komplexen Lernsettings auf und beschreibt, wie das TheoriePraxis-Dilemma mit dieser handlungsleitenden Methodik teilweise überwunden werden kann.

Alexander Palmer (Lehrgangsleiter und Dozent am ZbW) leitet den Workshop 2 an der diesjährigen Fachtagung Höhere Berufsbildung.