Das klein-künstlerische Unternehmen “Atelier für Sonderaufgaben” wurde 1999 von den Zwillingen Frank und Patrik Riklin gegründet mit dem Ziel, „unabhängige und kompromisslose Kunst“ zu produzieren und Sonderaufgaben wahrzunehmen, „für die sich niemand so richtig zuständig fühlt. Die Riklin-Brüder absolvierten beide eine Lehre als Hochbauzeichner und studierten danach an verschiedenen Instituten Kunst. Mit der Schaffung der Marke “Null Stern Hotel” erreichten sie internationale Bekanntheit als Konzeptkünstler.

Gemeinsam ein riesiges Picknick-Tuch für die ganze Bevölkerung erschaffen, das einer Fläche von 100 Fussballfeldern entspricht. Bestehend aus 252‘144 Tüchern, exakt so vielen, wie die Einwohnerzahl der Region beträgt. Ein Tuch pro Einwohner! So lautet die Vision der Geschäftsstelle «Region Appenzell AR – St.Gallen – Bodensee» als Schirmherrin und der Konzeptkünstler Frank und Patrik Riklin vom Atelier für Sonderaufgaben, welche die Idee und das Konzept zu BIGNIK hatten.

Frank und Patrik Riklin
Atelier für Sonderaufgaben
Davidstrasse 42
9000 St.Gallen

hellerEine Marke ist nichts ohne die Welt, die sich um sie dreht. Es geht um Emotionen. Wenn Preise und Leistungen austauschbar und vergleichbar sind, wird die Unternehmenskultur zum Differenzierungs- und Wettbewerbsfaktor. Damit rückt der einzelne Mitarbeiter noch mehr in den Mittelpunkt. Er ist Botschafter, Vermittler, Multiplikator.

Seine Geschichte ist die Geschichte Ihres Unternehmens. Wie machen Sie mehr daraus? Wie gewinnen Sie den Einzelnen für Ihre Mission? Wie inszenieren Sie Ihre Unternehmensmarke, damit sie von innen heraus lebt?

Rolf Rotach und Michael Haller beleuchten die Zusammenhänge und geben Tipps mit viel Praxisbezug – von der Kraft einer klaren Sprache über den Stellenwert starker Bilder bis hin zur konsequenten Inszenierung Ihrer Werte an allen relevanten Bezugspunkten.

Rolf Rotach, Gründer und Inhaber von LIVE experiences gmbh, Strategische Markenführung und Brand Experience, seit 2005
Michael Haller, Leiter Unternehmenskommunikation Brüggli, seit 2008

Studierende aus den Studiengängen Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik bearbeiten während ca. einem halben Jahr eine technische, praktische Aufgabe. In jeder Projektgruppe arbeiten je zwei Studierende aus verschiedenen Lehrgängen. Die Aufgabe soll nicht nur technisches Knowhow fördern, sondern auch soziales, organisatorisches und betriebswirtschaftliches Denken aktivieren. So beginnt das Projekt mit der Teambildung, befasst sich über fünf bis sechs Meilensteine intensiv mit der Technik und endet zu guter Letzt mit der Präsentation der Arbeit. Die Studierenden werden in den verschiedenen Arbeitssituationen von Mitarbeitern des ZbW unterstützt.

Hansjörg Gantner (Fachlehrkraft ZbW) leitet den Workshop 1 an der diesjährigen Fachtagung Höhere Berufsbildung.

Im Gegensatz zur Erarbeitung und Reproduktion von Problemlösungen, Ursachenanalysen, Handlungsstrategien mittels Texten ermöglichen Fallstudien durch die situative Einbettung eines Problems Identifikation und Anreiz zur Problemlösung. Die Studierenden analysieren, sensibilisiert durch ein Problem oder einen konflikthaften Fall, die Entscheidungssituation, Lösungsalternativen und Auswirkungen. Sie wägen nach begründeten Entscheidungskriterien verschiedene Möglichkeiten ab, um eine geeignete problemlösende Entscheidung zu treffen. Das Lernsetting kann durch Kooperationen mit den anvisierten Wirtschaftszweigen noch realistischer gestaltet werden. Der direkte Kontakt mit Unternehmen bewirkt eine erhöhte Identifikation mit der Problemstellung unter weitgehend realen Bedingungen. Dieser Workshop zeigt die Chancen und Möglichkeiten, aber auch die Grenzen solcher komplexen Lernsettings auf und beschreibt, wie das TheoriePraxis-Dilemma mit dieser handlungsleitenden Methodik teilweise überwunden werden kann.

Alexander Palmer (Lehrgangsleiter und Dozent am ZbW) leitet den Workshop 2 an der diesjährigen Fachtagung Höhere Berufsbildung.

Seit 25 Jahren werden berufs-, firmen- und schulübergreifende interdisziplinäre Projekte mit Lernenden aus verschiedenen technischen Berufen durchgeführt (Skills-Projekte). Es werden komplexe Aufgaben aus den Gebieten Maschinenbau, Mechatronik und Automation gelöst. Dabei entstehen Arbeiten, die in weiterführenden Schulen (HF, FH) wieder im Rahmen von Laborübungen zum Einsatz kommen. Konkret wird auf folgende Schwerpunkte eingegangen:

  • Vorstellung von Projekten mit Lernenden aus dem Robotik- und Nanotechnologiebereich
  • Synergien in Projekten von Lernenden mit Diplomarbeiten von HF- und FH Studierenden
  • Einsatz von Produkten aus Skills-Projekten in der HF Ausbildung (Labor)
  • Bedeutung des Netzwerkes mit der Industrie, Berufsfachschulen, Höheren Fachschulen und Fachhochschulen

Niklaus Vogel (Projektmoderator ZbW) leitet den Workshop 3 an der diesjährigen Fachtagung Höhere Berufsbildung.

Video Nanolabor

Video Robotiklabor

Video Skillsprojekte 2012

Die Anwendung von theoretischem Wissen in der Praxis erweist sich oftmals als recht schwierig. Der Unterschied von „gegeben, gesucht, Lösung“ zur digital verfügbaren Datenflut mit unklar formulierten Zielen bereitet den Lernenden oft Schwierigkeiten. In der Ausbildung unserer Betriebstechniker zeigen wir mit der Musterfirma GELIGA, wie sich theoretische Grundlagen verschiedener Fächer ergänzen und in einen praxisnahen Kontext gesetzt werden. Transferaufgaben mit direktem Bezug zum eigenen Arbeitsumfeld ermöglichen in einem weiteren Schritt ein vertieftes Verständnis der Praxisanwendung.

Markus Wernli (Dozent ZbW, Lehrgangsleiter Betriebstechnik) leitet den Workshop 4 an der diesjährigen Fachtagung Höhere Berufsbildung.

Mit der Einrichtung von Remote-Arbeitsplätzen soll die praxisnahe Vermittlung von Wissen über die Automatisierungstechnologie optimiert werden. Strebt man eine Handlungskompetenz an, ist die praxisnahe Umsetzung das A und O. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Studierenden Laborarbeitsplätze zur Verfügung stehen, damit sie fachspezifisches Know-how erwerben können. Deren Bedienung erfolgt in der Regel durch komplexe Software. Da es sich meistens um reelle industrielle Beispiele handelt, steckt viel Geld in diesen Arbeitsplätzen. Nebst den hohen Kosten kommen erschwerend die eingeschränkten Laboröffnungszeiten dazu. Remote-Arbeitsplätze sollen diesen Umständen nun Abhilfe schaffen.
Das Zauberwort heisst Remote-Labor:

  • 24 Stunden ortsunabhängig online arbeiten – Arbeiten am gewohnten Arbeitsplatz unabhängig von Ort und Zeit.
  • Selbständiges Arbeiten von Zuhause aus – auf den Laptop, nur mit Internetzugang.
  • Die Nutzung der Remote-Arbeitsplätze ermöglicht eine höhere Ausbildungsqualität durch eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Praxissituation.
  • Remote-Labors können von verschiedenen Institutionen gemeinsam genutzt werden.

Daniel Sigron (Vize-Direktor Höhere Fachschule für Technik Mittelland) leitet den Workshop 5 an der diesjährigen Fachtagung Höhere Berufsbildung.

Das Auslandseminar der Höheren Fachschule für Tourismus Graubünden (HFT-GR) wird im Rahmen der Vertiefungsrichtung Produktmanagement von den Studierenden als 8-tägige Fachreise entwickelt und durchgeführt. Handlungs- und Kompetenzorientierung wird damit in den Bereichen Einkauf und Produktentwicklung, Touroperating, Marketing, Reiserecht, Tourismusgeographie und Reiseleitung gezielt in den Mittelpunkt gestellt. Neben dem Touristischen finden Fachgespräche mit Experten vor Ort statt. Bei den studentischen Teilnehmenden wird über die Bearbeitung eines touristischen Fallbeispiels der besuchten Destination spezifisch die Problemlösekompetenz handlungsorientiert erweitert. Im Workshop wird diese einmalige Lehr-Lernumgebung aus berufsfeld-didaktischer Perspektive gemeinsam analysiert.

Dr. Felix Keller (Dozent Höhere Fachschule für Tourismus Graubünden, Co-Leiter Europäisches Tourismus Institut an der Academia Engiadina in Samedan, Projektleiter an der Pädagogischen Hochschule Graubünden und Fachdidaktiker ETH Zürich) leitet den Workshop 6 an der diesjährigen Fachtagung Höhere Berufsbildung.

Der Rahmenlehrplan Betriebswirtschaft schreibt vor, dass zwei Drittel der promotionsrelevanten Leistungen Handlungskompetenzen überprüfen und dass pro Jahr mindestens eine Prüfungsleistung in einem praktischen Kontext erfolgt. In diesem Workshop stellt Rolf Stampfli das Qualifikationsverfahren der HFW Baselland vor und berichtet anhand von Rückmeldungen von Teilnehmenden und Lehrbeauftragten über positive Erfahrungen und Schwierigkeiten bei der Umsetzung.

Rolf Stampfli (Leiter Weiterbildung Bildungszentrum kvBL) leitet den Workshop 7 an der diesjährigen Fachtagung Höhere Berufsbildung.

Das Problembasierte Lernen (PBL) ist eine Methode, bei der von einem konkreten Problem ausgegangen wird. Dieses dient als Stimulus um herauszufinden, welche Informationen zur Problemlösung benötigt werden. Dabei wird zu selbstbestimmtem, entdeckendem und handlungsorientiertem Lernen angeleitet. Das PBL hilft, die Kluft zwischen Wissen und Handeln zu überbrücken. Am BZGS wird das Problembasierte Curriculum seit fast zehn Jahren umgesetzt. Im Workshop wird einerseits die Siebensprung-Methode aufgezeigt und andererseits über Erfahrungen aus der gelebten Praxis berichtet.

Yvonne Steiner (Berufsfachschullehrerin Höhere Fachschule Pflege, Berufs- und Weiterbildungszentrum für Gesundheits- und Sozialberufe St. Gallen, BZGS) leitet den Workshop 8 an der diesjährigen Fachtagung Höhere Berufsbildung.

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